Vortrag: „Völkermord an den Sinti und Roma“

Im Rahmen des Projektes „Romane Krla“ (dt. Die Stimmen der Roma), das von Amaro Drom e.V. durchgeführt wurde und welches dazu diente, Jugendliche in Sachen Erinnerungskultur und Menschenrechte auszubilden, hielt ich am 20. Oktober 2018 einen Vortrag in den Räumlichkeiten des Förderverein Roma e.V. in Frankfurt/Main zur Verfolgungsgeschichte und zum Völkermord an der Minderheit der Sinti*zze und Rom*nja.

Neben einer Einführung zur Geschichte der Minderheit wurde insbesondere der Porrajmos, die systematische Vernichtung der Minderheit im Nationalsozialismus, thematisiert.

Weiterhin waren die Bürgerrechtsbewegung in der Bundesrepublik Deutschland sowie aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen Gegenstand des Vortrages und der nachfolgenden, äußerst lebhaften Diskussionsrunde.

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Workshop: „Lustig ist das Zigeunerleben“ – Das „Zigeunerbild“ in der Musik

In der deutschen Volksmusik wurde insbesondere im 20. Jahrhundert ein romantisierendes Bild von „Zigeuner_innen“ geprägt, welches sich tief in den Köpfen der Gesellschaft verankert hat. Aber auch heute, in Zeiten eines angeblich sensiblen Umganges mit der Thematik, lassen sich noch Negativbeispiele finden. Neben einer kleinen musikalischen Zeitreise und der Auseinandersetzung mit einzelnen Stücken soll auch der Frage nachgegangen werden, wieso solche Lieder noch immer erfolgreich sind und eine große Hörerschaft finden.

Im Rahmen des vierten Forums „Lass uns reden … – … über Antiziganismus!“, welches vom 05. bis zum 07. Oktober 2018 vom Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V. im Rahmen des Projektes „ZusammenWachsen“ (gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“) organisiert wurde, habe ich einen Workshop zum „Zigeunerbild“ in der Musik angeboten.

Nach einem thematischen Einstieg zum sog. „Gypsy“-Label in der Popkultur erarbeiten die Teilnehmenden die entsprechenden Motive, welche auch in der Pop- bzw. Volksmusik zum Tragen kommen.

Im Rahmen eines Quiz wurden die Teilnehmenden für diskriminierende Begriffe sowie Bilder in Liedtexten und anhand einer einfachen Web-Recherche für die Fülle an Liedern mit stereotypen Motiven sensibilisiert.

Zum Abschluss des Workshops wurden Möglichkeiten aufgezeigt, um das Mittel der Musik zur Verbreitung eigener politischer Botschaften zu verwenden.

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Moderation eines runden Tisches beim „Vernetzungstreffen 2018“

Am 07. September 2018 hat die Hildegard-Lagrenne-Stiftung im Rahmen des ROMNO. Qualifizierungszentrum Vielfältige Gesellschaft zum Abschluss ihrer diesjährigen Workshopreihe zu einem Vernetzungstreffen nach Berlin eingeladen.

Am Vormittag haben fünf Initiativen ihre Aktivitäten vorgestellt und mit den anderen Teilnehmer_innen in Kleingruppen über Lösungsansätze für ihre gemeinsamen Herausforderungen diskutiert. Nach der Mittagspause trafen sich alle Akteur_innen an einem runden Tisch. An diesem haben die Gesprächspartner_innen gemeinsam unter meiner Anleitung den Prozess ab der Ideenfindung, über die Institutionalisierung bis hin zu Möglichkeiten der Finanzierung und politischen Teilhabe reflektiert und gegenseitig ihr Erfahrungswissen geteilt.

Durch die Anwesenheit von politischen Vertreter_innen sowie Personen von geldgebenden Stellen konnten die Anliegen direkt adressiert und Rückmeldungen eingeholt werden. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch einen „Markt der Möglichkeiten“, welcher dazu diente, konkrete Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und mit potenziellen Geldgeber_innen ins Gespräch zu kommen.

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Workshop: „Empowerment junger Sinti und Roma“

Vom 04. bis zum 05. September 2018 hat EPIZ e.V. in Kooperation mit ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH in Berlin eine Sommerakademie unter dem Motto „Leave No One Behind! Zivilgesellschaftliche Beteiligung im Kontext der Agenda 2030“ organisiert.

Wünsche der Teilnehmenden im „offenen Brief“. Klicken für größere Ansicht.

In diesem Rahmen habe ich einen Workshop zum Empowerment junger Sinti* und Roma* angeboten, in welchem die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, die Situation der Minderheit anhand der 17 Ziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen kennenzulernen und zu analysieren. Zum Abschluss bezog die Gruppe gemeinsam Position, indem sie Forderungen und Wünsche an die sog. „Mehrheitsgesellschaft“ formuliert und in einem gemeinsamen „offenen Brief“ dargestellt hat.

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Workshop: „Von der Idee zum Projekt“

Projektsteckbriefe der Teilnehmenden
Projektsteckbriefe der Teilnehmenden

Am 10.03.2018 habe ich im Rahmen der Seminarreihe des „ROMNO. Qualifizierungszentrums für eine vielfältige Gesellschaft“ der Hildegard-Lagrenne-Stiftung in Berlin einen Workshop mit dem Titel „Von der Idee zum Projekt“ angeboten.

Die Teilnehmenden haben eigene Ideen als Projektsteckbriefe verfasst und anhand dieser die Grundlagen von Projekten erlernt. Neben der Klärung von Fachbegriffen und der Eigenschaften von Projekten wurden zudem die Themen Projektplanung, Projektcontrolling, Projektmarketing, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung angesprochen.

       Die Präsentation zum Workshop kann hier heruntergeladen werden.

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Workshop: „Zugewanderte EU-Rom*nja in Deutschland – Antiziganismus 2.0“

Am 09.12.2017 habe ich beim Jugendforum „Lass uns reden… Über Antiziganismus!“, welches das Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V. im Rahmen des Projekts ZusammenWachsen im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel organisiert hat, einen Workshop über die Situation von aus der Europäischen Union zugewanderten Rom*nja angeboten.

Mithilfe einer selbst vorbereiteten „Expert*innenkonferenz“ haben die Teilnehmenden sich Grundkenntnisse der entsprechenden Rechtsgrundlagen in Deutschland und in der EU erarbeitet und anhand des konkreten Beispiels einer fiktiven rumänischen Rom*nja-Familie diskutiert.

Ziel des Workshops war der Erarbeitung eines Aktionsplans, welcher darauf abzielte, festzustellen, inwiefern Rahmenbedingungen geändert werden müssen und Interventionen auf verschiedenen Ebenen möglich sind.

Denselben Workshop habe ich zuletzt am 03.03.2018 beim „Aktionstag gegen Rechts“ der DGB Jugend Südhessen in Darmstadt durchgeführt.

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Workshops: „Diskriminierung am Beispiel von Sinti* und Roma*“

Vom 07. bis zum 09. Juni 2016 war ich eingeladen im vorarlberg museum in Bregenz (Österreich) im Rahmen der Ausstellung „Romane Thana“ Workshops für Schulklassen zur Diskriminierungssensibilisierung, insbesondere in Hinblick auf die Minderheit der Sinti* und Roma*, anzubieten.

Teil der Workshop-Visualisierung

Selbstbezeichnung der Sinti* und Roma*

Die Workshops umfassten jeweils zwei Zeitstunden, in welchen die Jugendlichen zunächst mehr über die Minderheit der Sinti* und Roma* erfuhren und sich im Anschluss daran selbst eine Definition für Diskriminierung erarbeiten konnten. Mithilfe dieser haben wir zum Abschluss gemeinsam überlegt, welche Interventionsmöglichkeiten es in diskriminierenden Situationen gibt.

Vor allem mithilfe kurzer Videoclips und anschließenden Diskussionen wurden die Teilnehmenden zur aktiven Teilnahme ermutigt. Gemeinsam fanden sie sich in Kleingruppen zusammen, um in diesen ihr Verständnis von Diskriminierung grafisch auf FlipCharts darzustellen. Die Ergebnisse wurden jeweils den anderen Kleingruppen vorgestellt und es wurde im Plenum über verschiedene Diskriminierungssituationen diskutiert.

Ergebnisse einer Kleingruppe

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Vortrag: „Familien für Gesundheitsthemen erreichen: Roma & Sinti“

Familien für Gesundheitsthemen erreichen: Roma & Sinti

Im November 2016 war ich im Rahmen einer Fortbildung über Interkulturelle Kommunikation der „Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf“ eingeladen, einen Vortrag über Sinti* und Roma* sowie darüber, wie man diese Zielgruppe für Gesundheitsthemen erreichen kann, zu halten.

Herleitung des Zigeunerbegriffs
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Nach einem historischen Einblick in die Herkunft der Minderheit und der Sprache Romanes, habe ich über den Begriff „Zigeuner“ und seinen Ursprung referiert. Dabei habe ich verschiedene Herleitungen erläutert und die volksetymologisch bedingte, jedoch falsche, Verbindung mit dem „Zieh-Gäuner“ thematisiert. Im Anschluss daran wurden antiziganistische Bilder der Medienberichterstattung an konkreten Beispielen erläutert.

Weiterhin war die historische Verfolgung der Minderheit ein zentrales Thema, da die Auswirkungen der, nicht zuletzt durch medizinische Experimente in der NS-Zeit bedingten, erlittenen Traumata, noch heute eine zentrale Rolle spielen.

Sinti und Roma in Deutschland
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Die heutige Situation in Deutschland und anderen Ländern stand ebenso auf der Tagesordnung. Die Zuhörer_innen haben erfahren, welche verschiedenen Gruppen in Hinblick auf Aufenthaltsfragen zu unterscheiden sind, was die Heterogenität der Minderheit zusätzlich unterstreicht.

Auch das Konzept der „sicheren Herkunftsstaaten“ wurde thematisiert und der tief in der Mitte der Gesellschaft verankerte Antiziganismus anhand der Ergebnisse verschiedener Studien aufgezeigt.

Zum Ende wurden dem Publikum die Auswirkungen der jeweiligen Konstellationen in Hinblick auf die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen erläutert. Die aus der Verfolgung resultierenden und über Generationen übertragenen Ängste waren ebenso Thema wie der u.U. mangelnde Zugang zu Krankenversicherung bei unsicherem Aufenthalt oder materieller Not. Hieraus ergab sich eine gute Grundlage für eine intensive Diskussion, welche den vorgesehenen Zeitrahmen mehr als völlig ausgeschöpft hat.

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Medien-Workshop: BJK 2016 von Amaro Drom e.V.

Foto: Amaro Drom e.V., Berlin

Vom 30.09. bis zum 03.10.2016 fand in Nideggen-Schmitt (NRW) die alljährliche Bundesjugendkonferenz (BJK) von Amaro Drom e.V. und dem Projekt „Dikhen Amen! Seht uns!“ statt.

Im Rahmen der Veranstaltung für junge Sinti* und Roma* habe ich zusammen mit Perjan Wirges ein Medientraining für interessierte Jugendliche organisiert.

Hier ein Auszug aus dem Bericht von Amaro Drom e.V.:

– Die Teilnehmenden des Medien-Workshop von Silas Kropf und Perjan Wirges lernten sich sicher vor einer Kamera zu bewegen und bei Gesprächen mit Journalist*innen selbstbewusst ihre Inhalte zu vertreten. Nebenbei führten sie Interviews mit anderen Teilnehmenden auf Romanes. Teamer Slaviša Marković hob im Gespräch mit den beiden Interviewern das vielseitige Workshopangebot der Bundesjugendkonferenz als Besonderheit hervor. Das Innovative daran sei, dass es allen Beteiligten ermöglicht werde eine spannende Aktivität für sich zu finden. Auf die Frage nach seiner Sicht auf das Motto der Veranstaltung fügte er hinzu: „Mandje si majvažno (maj importante) na te rodas te dikhas amen kaj siam strancura negoli te sićinas sar te avas goda so sam taj te avas aferi saorenca akhate taj ande phuv(ja) kaj sam.“ („Mir ist es am Wichtigsten, dass wir uns auf der Suche nach uns selbst nicht als Fremde sehen, sondern unabhängig davon wer wir sind und wo wir leben gleichberechtigt lernen wir selbst zu sein.“) 

Der vollständige Bericht ist auf der Internetseite von Amaro Drom e.V. abrufbar:
http://amarodrom.de/das-war-die-bundesjugendkonferenz-2016

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Workshop: „Schublade gesucht?!“

Vom 19. August bis 21. August 2016 organisierte das Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V. (NDC Saar) im Rahmen des Projekts „ZusammenWachsen“ im Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes in Kirkel das zweite Forum unter dem Motto „Lass uns reden … über Antiziganismus!“.

In dem Workshop „Schublade gesucht?!“, welchen ich geleitet habe, haben sich die Jugendlichen kritisch mit Minderheiten in Minderheiten und Diskriminierung auseinandergesetzt. Zunächst haben die Teilnehmende sich in verschiedenen Gruppen zusammengefunden, welche anhand von Gemeinsamkeiten gebildet wurden. Den Teilnehmenden wurde so der Raum geboten, zu reflektieren, ob sie in genau eine, wenn nicht sogar mehrere „Schubladen“ passen oder aber, ob sie überhaupt in eine vorgegebene Kategorie passen. Außerdem wurde die Erfahrung gemacht, dass die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oft eine Frage der Definition ist. Ein Beispiel hierfür stellt die Kategorisierung nach dem Wohnort dar: die Teilnehmenden haben sich nach Städten bzw. Orten sortiert, sodass schlussendlich fast jeder für sich stand. In der Reflexion kam jedoch der Gedanke auf, dass nicht nach der Stadt gefragt wurde. Die Teilnehmenden hätten sich genauso gut nach Land bzw. Bundesland sortieren können.

Workshop-Ergebnis. Klicken für größere Ansicht.
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In diesem Fall hätten sie gemeinsam eine große Gruppe gebildet. Es wurden die Begriffe der Diskriminierung und der Intersektionalität eingeführt, anhand welchen die Jugendlichen sich mit der Biografie einer fiktiven Person und dem Einfluss der Intersektionalität auf Lebensrealitäten beschäftigt haben. Verschiedene Kleingruppen haben ein Plakat zu der von ihnen erfundenen Person kreiert und dieses im Workshop-Plenum vorgestellt. Weiterhin wurden auf verschiedene Selbstorganisationen und Arten von Selbstorganisation eingegangen, um aufzuzeigen, dass Betroffene sich zusammenschließen, um gemeinsam für ihre Rechte zu kämpfen. Im nächsten Schritt haben die Teilnehmenden die vorherrschenden Zustände reflektiert und gemeinsam eine Pinnwand mit einem „offenen Brief an die Mehrheitsgesellschaft“ gestaltet, aus welchem ihre Wünsche und Forderungen herausgingen. Um diesem Brief mehr Ausdrucksfähigkeit und Authentizität zu verleihen, wurden die Jugendlichen anschließend eingeladen, ihre eigenen Gruppenzugehörigkeiten zu reflektieren und auf einem Plakat als persönliche Unterschrift zu Papier zu bringen. Die Teilnehmenden konnten anhand des fertigen Gesamtbriefes erfahren, dass jeder Einzelne individuellen Gruppen zugehörig ist, dass es zwar gewisse Überschneidungen gibt, jedoch ohne dass sich eine vollständige Kongruenz zweier Personen feststellen lässt. Die Nachricht, die hiermit gesendet werden sollte, lautete, dass, obwohl alle Unterzeichnenden des Briefes unterschiedlich sind, sie gemeinsam für ihre Überzeugung einstehen und diskriminierende Zustände als unhaltbar ansehen.

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