Workshops: „Diskriminierung am Beispiel von Sinti* und Roma*“

Vom 07. bis zum 09. Juni 2016 war ich eingeladen im vorarlberg museum in Bregenz (Österreich) im Rahmen der Ausstellung „Romane Thana“ Workshops für Schulklassen zur Diskriminierungssensibilisierung, insbesondere in Hinblick auf die Minderheit der Sinti* und Roma*, anzubieten.

Teil der Workshop-Visualisierung
Selbstbezeichnung der Sinti* und Roma*

Die Workshops umfassten jeweils zwei Zeitstunden, in welchen die Jugendlichen zunächst mehr über die Minderheit der Sinti* und Roma* erfuhren und sich im Anschluss daran selbst eine Definition für Diskriminierung erarbeiten konnten. Mithilfe dieser haben wir zum Abschluss gemeinsam überlegt, welche Interventionsmöglichkeiten es in diskriminierenden Situationen gibt.

Vor allem mithilfe kurzer Videoclips und anschließenden Diskussionen wurden die Teilnehmenden zur aktiven Teilnahme ermutigt. Gemeinsam fanden sie sich in Kleingruppen zusammen, um in diesen ihr Verständnis von Diskriminierung grafisch auf FlipCharts darzustellen. Die Ergebnisse wurden jeweils den anderen Kleingruppen vorgestellt und es wurde im Plenum über verschiedene Diskriminierungssituationen diskutiert.

Ergebnisse einer Kleingruppe
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Veranstaltung: Zwischen Intersektionalität & Asyl – Podiumsdiskussion

Veranstaltungshinweis:

Rom*. Imam (muslimische*r Geistliche*r). Queer*.
Die Auswirkungen von Intersektionalität sind kaum zu messen. Stammen die Betroffenen zudem aus einem scheinbar „sicheren Herkunftsstaat“, weshalb der Antrag auf Asyl abgelehnt wird, ist die Lage mehr als prekär.

Logo: Queer Roma Initiative

Am konkreten Beispiel eines jungen schwulen Paares aus Serbien, das von einer Abschiebung in den sicheren Tod bedroht ist, soll im Rahmen einer Podiumsdiskussion genau dies thematisiert werden. Das Paar wird bei der Veranstaltung zugegen sein, seine Lebensgeschichte vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Für den thematischen Einstieg sorgen Impulsvorträge zu „Minderheit in der Minderheit“ von Gianni Jovanovic und zur Asylproblematik von Hasiba Dzemajlji.

Moderation: Silas Kropf

Donnerstag, den 06.07.2017 um 19:30 Uhr in Köln. Der genaue Ort der Veranstaltung wird noch bekanntgegeben.

Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme!

Anlässlich des vorliegendes Falles haben Amaro Drom e.V. und die Queer Roma Initiative ein gemeinsames Statement veröffentlicht:

       Statement als PDF herunterladen

Queer Roma Initiative auf Facebook: @queerroma.initiative
Link zur Veranstaltung: fb.com/events/474846489524897/
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Neuer Vorstand für Amaro Drom e.V. – Ich bin wieder dabei!

Pressemitteilung von Amaro Drom e.V., 29.05.2017:
Partizipation junger Rom*nja und Sinti*zze stärken, Gesellschaft mitgestalten und Rassismus entgegentreten

Vom 19. bis 21. Mai 2017 fand in Eschwege (Hessen) die jährlich einberufene Mitgliederversammlung von Amaro Drom e.V. statt. Zwei Tage lang diskutierte das höchste entscheidungsfindende Gremium des Vereins über die Ziele und das Selbstverständnis des Gesamtverbandes und über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten derselben. Am Sonntag wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Als Vorstandsvorsitzende wurde Gabriela Bot wiedergewählt. Sie wird unterstützt durch Silas Kropf und Emran Elmazi als Stellvertreter. Denisz Petrovity wurde als Schatzmeister wiedergewählt. Mit Sorina Daliana Bonescu, Faton Mistele und Nasmija Hasani wurden zudem drei Jugendliche als Beisitzer*innen in den Vorstand gewählt.

Der neue Amaro Drom-Vorstand (v.l.n.r.): Denisz Petrovity, Gabriela Bot, Silas Kropf, Emran Elmazi (nicht im Bild), Sorina Daliana Bonescu, Faton Mistele und Nasmija Hasani

 

Neben der Vorstandswahl und dem inhaltlichem Austausch wurde auf der Mitgliederversammlung auch eine Satzungsänderung verabschiedet, die u.a. eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder vorsieht und festlegt, dass mindestens eine Romni im Vorstand vertreten sein muss. Diese Zielsetzung ist mit der Wahl des neuen Vorstandes, in dem mit Gabriela Bot und Sorina Daliana Bonescu zwei Romnja vertreten sind, erneut erfolgreich umgesetzt. Eines der Hauptziele des neuen Vorstands ist es, die jungen Beisitzer*innen intensiv in die Vorstandsarbeit einzubinden, damit sie in der nächsten Wahlperiode auch im geschäftsführenden Vorstand Verantwortung übernehmen können.

Die wiedergewählte Vorsitzende Gabriela Bot brachte ihre Ziele für die kommenden zwei Jahre folgendermaßen auf den Punkt: „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass wir unsere Arbeit fortsetzen, um unsere Jugendlichen auf ihrem Weg zu unterstützen und der Gesellschaft zu zeigen wer wir sind und was wir können. Besonders wichtig ist mir dabei, dass wir die Frauen und Mädchen im Verband dabei unterstützen im Bundesvorstand und den Gliederungen mehr führende Positionen einzunehmen.“

Silas Kropf, der zum zweiten Mal als stellvertretender Vorsitzender in den Vorstand gewählt wurde, benennt weitere wichtige Ziele der Vorstandsarbeit: „Eine Hauptaufgabe des neuen Vorstandes wird sein, strategisch den Weg für eine positive Weiterentwicklung des Verbandes zu ebnen. Hierzu müssen wir auf der einen Seite eng mit den Gliederungen zusammenarbeiten, auf der anderen Seite müssen wir jedoch auch die Kooperation und Vernetzung mit externen Partnern vorantreiben.“

Schatzmeister Denisz Petrovity möchte sich in der kommenden Wahlperiode darauf konzentrieren seine jungen Kolleg*innen im Vorstand beim Übergang vom Beisitz zur Tätigkeit im geschäftsführenden Vorstand vorzubereiten und bundesweite Projekte zu entwickeln und auf den zu Weg bringen.

Am Ende der diesjährigen Versammlung dankten die Mitglieder dem scheidenden Vorstand sowie den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen für ihre engagierte Arbeit des letzten Jahres.

PM auf amarodrom.de

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LaG: Sinti_zze und Rom_nja – Heterogenität trifft auf Vorurteile

Für die aktuelle Ausgabe (04/2017) des Online-Magazins „Lernen aus der Geschichte“ (LaG) mit dem Titel „Die Aktualität von Antiziganismus“ vom 26.04.2017 habe ich einen Beitrag unter dem Titel „Sinti_zze und Rom_nja – Heterogenität trifft auf Vorurteile“ verfasst.

Unter diesem Link kann der Artikel online gelesen werden:
http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/13575

       Artikel als PDF herunterladen

 

 

Die komplette Ausgabe des Magazins kann hier als PDF heruntergeladen werden:
http://lernen-aus-der-geschichte.de/sites/default/files/attach/lag_04-2017_die_aktualitaet_von_antiziganismus.pdf

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Gastbeitrag im HA: „Wir müssen gemeinsam unsere Stimme erheben“

Anlässlich des Themenschwerpunktes betreffend den Brennpunkt Daimlerstraße in Hanau habe ich für den Hanauer Anzeiger einen Gastbeitrag über die Minderheit der Sinti* und Roma*, den Begriff „Zigeuner“, Diskriminierung und Ausgrenzung sowie Jugendselbstorganisation geschrieben.

Dieser ist in der heutigen Ausgabe (18.02.17) des Hanauer Anzeigers, der Langenselbolder Zeitung und des Maintaler Tagesanzeigers erschienen.

Kropf, S. (2017): „Wir müssen gemeinsam unsere Stimme erheben“. In: Hanauer Anzeiger, 18.02.17, S. 15.

Der Beitrag ist unter folgendem Link online abrufbar:
https://goo.gl/qd39Q8

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Erstes Treffen der Lenkungsgruppe von „Dikhen Amen!“ 2017 in Eschwege

An diesem Wochenende fand das erste Treffen für 2017 der Lenkungsgruppe des Bundesprojekts „Dikhen Amen! Seht uns!“ von Amaro Drom e.V., deren Teil ich bin, im hessischen Eschwege statt.

Logo: „Dikhen Amen!“, Amaro Drom e.V., Berlin

An zweieinhalb Tagen wurde mit interessierten Jugendlichen, den Projektmitarbeiterinnen und Vertreter_innen des Vorstands und den Untergliederungen von Amaro Drom über die inhaltliche Gestaltung der Bundesjugendkonferenz 2017, welche dem regelmäßigen Turnus folgend dieses Jahr in Freiburg im Breisgau ausgerichtet wird, diskutiert und weitere Absprachen für die Fortführung des Projekts getroffen.

Ein persönliches Highlight stellte für mich die Vereinbarung der Lenkungsgruppe dar, welche besagt, dass LGBTIQ* als Querschnittsthema in alle Workshops einfließen soll sowie dass die Teamer_innen entsprechend sensibilisiert sein und sicherstellen sollen, dass die Workshops auch für queere Rom_nja einen safer space repräsentieren. Ich unterstütze dieses Vorhaben und freue mich, dass dieses Thema nun auch größeren Einfluss in die Jugendarbeit des Projekts erhält.

Wer sich genauer über das Projekt und seine Inhalte informieren möchte, besucht am besten die Projektseite: http://amarodrom.de/dikhen-amen

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Hanauer Bote: „Große Herausforderungen und kleine Fortschritte“

Auch der Hanauer Bote berichtet in der aktuellen Ausgabe vom Kooperationsprojekt „Dai-Lam“, in welchem ich hauptberuflich tätig bin. Neben Ausführungen zur inhaltlichen Arbeit in den Wohnquartieren „Daimlerstraße“ und Hanau-Lamboy gibt der Artikel Grund zur Freude: Das Stadtparlament Hanau hat einstimmig für die Fortführung des Projekts im Jahr 2017 entschieden.

nic (25.01.17): Große Herausforderungen und kleine Fortschritte. In: Hanauer Bote, S. 1.
nic (25.01.17): Große Herausforderungen und kleine Fortschritte. In: Hanauer Bote, S. 1.
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FR: „Besserung in kleinen Schritten“

Anlässlich des Jahresberichts zum Kooperationsprojekt „Daimlerstraße“ in Hanau, in welchem ich hauptberuflich tätig bin, wurde heute ein Artikel in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht, welcher auch auf meine konkrete Arbeit eingeht.

Sundermann, D. (18.01.17): "Besserung in kleinen Schritten". In: Frankfurter Rundschau.
Sundermann, D. (18.01.17): „Besserung in kleinen Schritten“. In: Frankfurter Rundschau.
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Seminar: Teaching about the Shoah and Antisemitism

Vom 18. bis zum 25. Dezember 2016 hatte ich die Gelegenheit in Jerusalem an einem Seminar über die Shoah und Antisemitismus teilzunehmen. Ausgerichtet wurde dieses von der International School for Holocaust Studies (ISHS) in Yad Vashem in Kooperation mit der European Union of Jewish Students.

Neben dem Bildungskonzept der ISHS haben wir uns mit der jüdischen Welt vor dem Zweiten Weltkrieg und der Vielfältigkeit der jüdischen Gemeinden beschäftigt. Weiterhin standen der Aufstieg des Nationalsozialismus, die Ghettos in der NS-Zeit und die Frage der „Endlösung“ auf dem Programm.

Mit dem fünften Tag des Seminars änderte sich auch die Perspektive: Es wurde über Musik im und nach dem Holocaust, den Einfluss der Shoah auf den Zionismus sowie die israelische Erinnerungskultur gesprochen. Weiterhin wurden Zeitzeugengespräche geführt.

Ein anderer Schwerpunkt des Seminars war die Frage nach der jüdischen Identität im Zweiten Weltkrieg sowie der Einfluss auf
die Gegenwart und die Stellung jüdischer Führungspersönlichkeiten, welche die Juden während des Holocausts repräsentiert haben.

Der letzte große Themenblock bestand aus der Herausforderung der pädagogischen und Bildungsaufgabe den Holocaust zu lehren. Neben der Vorstellung verschiedenster Materialien und pädagogischer Unterlagen war viel Freiraum für Diskussionen und die Auseinandersetzung mit den Materialien.

Zum Abschluss des Seminars wurde den Teilnehmer_innen ein Zertifikat ausgestellt, welches bestätigt, dass fünfzig Stunden Holocaust Studies for Educators erfolgreich absolviert wurden. Weiterhin erhielt jede_r Seminarteilnehmer_in zum Abschied eine Zusammenstellung verschiedener Lehrmaterialien für den Einsatz in eigenen Workshops.

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